Papier aus Bambus und Apfel

©Smooth Panda

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JedeR ÖsterreicherIn verbraucht pro Jahr und Kopf 233 kg Papier. Für die Papierproduktion wird Zellstoff benötigt. Dieser Zellstoff wird meist aus Holz (im Besonderen von Eukalyptus und Nadelhölzern) produziert. Österreich importiert über 40 Prozent des Zellstoffes für die Papierproduktion. Deutschland über 80 Prozent. Mit dem Hunger nach Papier geht das Verschwinden von Urwäldern einher.

1/3 der deutschsprachigen Bücher werden in China produziert. Das macht uns in Europa für das Verschwinden der Wälder in Asien mitverantwortlich. Das sind die Fakten. Deshalb stellen wir euch heute zwei Papieralternativen vor, die ganz ohne bzw. mit weniger Holz auskommen.

Bambuspapier

Alternative Nr. 1 ist das Bambuspapier. Es hat folgende Vorteile gegenüber Papier aus Holz:

  1. Bambus wächst schneller – die Ernte ist nach nur 3 Jahren möglich – und hat einen höheren Zellstoffanteil als Holz. Er benötigt außerdem weniger Anbaufläche.
  2. Bei den FSC-zertifizierten Bambusplantagen handelt es sich um natürliche Bambuswälder oder Bambusse, die auf freier Fläche gepflanzt werden. Es wird also kein Regenwald extra dafür gerodet. Durch die hohe Effizienz von Bambus kann mehr Primärwald erhalten bleiben. Für die Bambusernte werden Macheten oder Kettensägen verwendet. Großes Gerät wie Bulldozer kommen nicht zum Einsatz.
  3. Es sind kein Dünger und keine Pestizide notwendig.
  4. Die Pflanze wächst nach dem Schlagen weiter und ist nicht tot.

Das Bambuspapier ist also sehr nachhaltig. Einziger Wermutstropfen ist seine Herkunft. Noch hat man es nicht geschafft, Bambus in Europa anzupflanzen. Projekte in diese Richtung gibt es jedoch schon, zum Beispiel von Smooth Panda. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit.

Bambuspapier für den Druck

Theoretisch ist Papier aus Bambus auch für den Offset- und Digitaldruck geeignet. Unsere Recherchen haben jedoch ergeben, dass dies kaum gemacht wird. Warum, konnten wir aktuell nicht in Erfahrung bringen. Ein Grund könnte die fehlende Nachfrage sein. Das könnte sich jedoch ändern, da Bambus gerade in der Hygienepapierproduktion gerade immer beliebter wird. Und bald erobert das Bambuspapier vielleicht auch die heimischen Druckereien. Wir bleiben auf jeden Fall dran.

Produkte aus Bambus

Noch wird kein Bambuspapier für den Druck verwendet, jedoch wird Bambus bereits in anderen Bereichen eingesetzt. Einerseits gibt es diverse Werbemittel aus Bambus: USB-Sticks, Fächer, Kugelschreiber, Coffee to go-Becher und sogar Lanyards. Andererseits ist ein Roll Up aus Bambus die perfekte nachhaltige Alternative zu Roll Ups mit PVC-Folie und Aluminium-Gestell. Wenn du dich für ein Werbemittel oder Roll Up aus Bambus interessierst, melde dich bei uns! Wir finden gemeinsam mit dir das geeignete Bambusprodukt für dich.

Papier aus Apfeltrester

Ein weiteres Papier aus nachhaltiger Quelle, das uns sehr begeistert, ist jenes aus Apfeltrester. Bereits 2003 wurde an einem Verfahren zur Verwertung von Apfelschalen gearbeitet. Damit können Apfelschalen, die zu Hauf als Müll in der Saftproduktion anfallen, zu hochwertigem Papier weiterverarbeitet werden.
Aufmerksam wurden wir auf das Papier durch das Kochbuch „a modern way to eat“. Es ist das erste Buch, das auf Apfelpapier gedruckt wurde. Und für euch haben wir recherchiert, welche Produkte es noch aus Apfelpapier gibt. Das Angebot reicht von Taschen über Postkarten und Mappen bis hin zu Notizblöcken. All diese Produkte eigenen sich hervorragend als Werbemittel der ganz besonderen Art. Beim Apfelpapier muss zwar noch ein Teil an Zellulose beigemengt werden, jedoch ist es wesentlich weniger, als bei Papier aus Frischefasern.

Wir freuen uns auf deinen Kontaktaufnahme, wenn wir dir mit unserem kurzen Beitrag Lust auf Werbemittel und Drucksorten aus alternativen Papierquellen machen konnten.

Weitere Fakten zur Papierproduktion findest du auf dem Blog ich mach es anders.

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